Wasserstoff wichtig für klimaneutrale Mobilität und industrielle Wertschöpfung in Deutschland
Berlin, 03.03.2026 – Nationaler Wasserstoffrat gibt Input zum Masterplan Wasserstoff und E-Fuels im Verkehr
Der Nationale Wasserstoffrat (NWR) hat in seiner Sitzung am 26. Februar 2026 in Berlin einen umfassenden Beitrag zum geplanten Masterplan Wasserstoff und E‑Fuels im Mobilitätssektor der Bundesregierung übermittelt und betont darin die strategische Bedeutung von Wasserstoff für Verkehr, Industrie und technologische Souveränität Deutschlands.
„Wenn wir die Transformation des Verkehrs erfolgreich gestalten wollen, müssen wir jetzt entschlossen handeln. Wasserstoff ist hier vor allem im Lkw-Bereich kein Nischenthema, sondern neben der Elektromobilität ein wichtiger Baustein für Klimaschutz, Versorgungssicherheit und industrielle Wettbewerbsfähigkeit“, so Felix Christian Matthes, kommissarischer Vorsitzender des Nationalen Wasserstoffrats.
Zentrale Botschaften des NWR:
- Wasserstoff als Schlüssel für wichtige Mobilitätssegmente
Wasserstoff spielt eine entscheidende Rolle in Segmenten mit besonders großen Herausforderungen beim Übergang zur Klimaneutralität – darunter der straßengebundene Schwerlastverkehr, die Luft- und Schifffahrt sowie Teile des Schienenverkehrs. - Zwei sich ergänzende Antriebstechnologien für den Straßengüterverkehr
Batterieelektrische und wasserstoffbasierte Antriebe sollten als zwei sich ergänzende Technologien verstanden werden. Sie bedienen unterschiedliche Einsatzprofile und erhöhen gemeinsam die Resilienz des Verkehrssystems. - Wichtiger industriepolitischer Hebel
Wasserstoffmobilität stärkt Wertschöpfung, Beschäftigung und technologische Führungspositionen Made in Germany. Ohne einen funktionierenden Heimatmarkt droht der Verlust zentraler Kompetenzen an internationale Wettbewerber. - Infrastrukturaufbau muss dem Fahrzeughochlauf vorausgehen
Ein flächendeckendes, erweiterbares Wasserstofftankstellennetz – inklusive 350‑bar‑, 700‑bar‑ und perspektivisch Flüssigwasserstoff-Betankung – ist Voraussetzung für den Marktdurchbruch und muss frühzeitig staatlich unterstützt werden. - Versorgungssicherheit über einen hybriden Mix
Ein flexibler Mix aus lokaler Produktion, regionaler Verteilung und Importen ist notwendig, um Preisvolatilität zu reduzieren und Skalierung zu ermöglichen. Eine europäische Harmonisierung ist dafür zentral. - Planungssicherheit für Investitionen schaffen
Es sollten Instrumente geprüft werden, die in der frühen Marktphase vorübergehend die Kostenunterschiede zwischen emissionsfreien und konventionellen Antrieben ausgleichen und so Investitionssicherheit schaffen und den Markthochlauf unterstützen. - Technologieführerschaft festigen
Die Fortführung des Nationalen Innovationsprogramms Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NIP) über 2026 hinaus ist notwendig, um Forschung, Industrialisierung und Skalierung voranzutreiben.
Die Stellungnahme "Input Masterplan" vom 26. Februar 2026 steht als Dateianhang und unter Stellungnahmen als Download bereit.




