NWR fordert differenzierte PFAS-Regulierung mit Ausnahmen für essenzielle Wasserstofftechnologien

Berlin, 10.03.2026 – Der Nationale Wasserstoffrat (NWR) spricht sich in einer aktuellen Stellungnahme zur geplanten EU-Regulierung per- und polyfluorierter Alkylsubstanzen (PFAS) für eine verantwortungsvolle, risikobasierte Ausgestaltung der Regelungen aus. Im Rahmen seiner Sitzung am 26. Februar 2026 in Berlin forderte er klar definierte Essential-Use-Ausnahmen für Energie- und Wasserstofftechnologien.

PFAS sind nach Einschätzung des NWR für bestimmte technologisch kritische Komponenten in Elektrolyseuren und Brennstoffzellensystemen sowie für weitere Schlüsselanwendungen entlang der Wasserstoff-Wertschöpfungskette derzeit in vielen Fällen noch unverzichtbar. Technisch gleichwertige, industriell verfügbare Alternativen stehen aktuell nur in begrenztem Umfang zur Verfügung. Zugleich zeigen jüngste Analysen der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA), dass der Energiesektor heute in sehr geringem Maße zu PFAS-Emissionen in die Umwelt beiträgt.

Vor diesem Hintergrund spricht sich der NWR gegen ein pauschales PFAS-Verbot aus und fordert eine differenzierte Regulierung, die reale Emissions- und Expositionspfade berücksichtigt. Weiterhin empfiehlt er, geeignete Recycling- und Entsorgungsverfahren für PFAS-haltige Komponenten aus Energie- und Wasserstoffsystemen zu entwickeln und die Forschung an PFAS-freien Alternativen deutlich zu intensivieren. Ein solcher Ansatz verbindet wirksamen Umwelt- und Gesundheitsschutz mit Investitions- und Planungssicherheit und stellt sicher, dass Wasserstofftechnologien einen zentralen Beitrag zur Energiewende leisten können.

Die Stellungnahme “PFAS verantwortungsvoll regulieren – Energiewende funktionsfähig sichern” vom 26. Februar 2026 steht hier als Download bereit.

PFAS (PDF, 222 KB)